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Weichgewebsgewinnung mit selbstquellenden Gewebeexpandern für sichereren  Knochenaufbau

Ein häufiges Problem beim Knochenaufbau ist, daß zu wenig Weichgewebe zur Verfügung steht.
Die Folgen sind Spannungen an der Naht sowie an der Schleimhaut mit der möglichen Konsequenz, daß der Knochenaufbau irgendwann frei liegt und nicht oder nur unvollständig einheilt.

Hier helfen selbstquellende Gewebeexpander.
Diese werden vor dem Knochenaufbau zur Gewinnung von Weichgewebe eingesetzt.
Durch diese wird das Zahnfleisch verbreitert, so daß der Knochenaufbau später ungestörter einheilen kann.

Die Gewebeexpander bestehen aus einem speziellen Hydrogel und nutzen das osmotische Prinzip, um Volumen zu gewinnen.
Selbstverständlich sind die Expander CE zertifiziert.
Im Bereich, in dem später der Knochenaufbau stattfinden soll, wird vorab mit einer örtlichen Betäubung ein kleiner Schnitt von ca. 0,5 cm angelegt.
Von da aus wird der gewünschte Gewebeexpander unter das Zahnfleisch geschoben und der Schnitt anschließend vernäht.
In diesem Zustand ist der Expander noch ungequollen, d. h. klein und hart.
Nach dem Einlegen unter das Zahnfleisch fängt der Expander kontinuierlich an zu quellen bis zu einer vorbestimmten Form und Größe.
Das Quellen passiert indem der Expander Körperflüssigkeit aufnimmt.
Der Volumenzuwachs des Expanders stimuliert das Zahnfleisch um in herum zum Wachsen.

Nach ca. 6 Wochen wird der Expander entfernt und in der gleichen Sitzung der Knochen aufgebaut.

Aufgrund von Untersuchungen von  Prof. Dr. Anton Friedmann, Universität Witten/Herdecke und Dr. Dogan Kaner, Charité Berlin wurde festegestellt, daß z.B. osmed Gewebeexpander
 
- das Auftreten von postoperativen Expositionen (= das Freiliegen des Knochenaufbaus) sich von 25% auf 4 % reduzieren
- einen vertikalen Knochengewinn (=Höhe) von ca. 7,5 mm gegenüber durchschnittlich 4 mm ermöglichen.


Priv.-Doz. Dr. Constantin von See, Medizinische Hochschule Hannover kam durch Untersuchungen zum Ergebnis: 
" D
urch Einsatz eines Expanders ist sichergestellt, dass das umgebende Gewebe bei Durchführung einer Knochenaugmentation verstärkt vaskularisiert ist und somit die weitaus besseren Heilungschancen begründet. Außerdem ist der spannungsfreie Verschluss über dem Augmentationsbereich durch die vorherige Expansion sicherer gewährleistet." 

Quelle: Osmed Literaturverzeichnis


 
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