Ernährungsempfehlungen engl.: food regards; unter zahnärztlichen und ernährungsphysiologischen Aspekten (nach Staehle, Strippel in zm 17/2004): - Das Stillen fördern. Neben anderen wichtigen Gesundheitsvorzügen verhindert das Stillen - sofern nicht übermäßig lang gestillt wird - das Entstehen von Nuckelflaschenkaries. Verhindern, dass Kinder mit einer Flache gesüßten Inhalts zu Bett gebracht werden
- Jugendliche und Erwachsene: Mindestens 1,5 Liter ungesüßte Flüssigkeiten am Tag trinken (z.B. Wasser oder ungesüßte Früchtetees); dabei nur in Maßen Kaffee oder schwarzen Tee, keine hochfrequente Einnahme von Fruchtsäften, Fruchtschorlen, Limonaden, Cola-Getränken und Ähnlichem
- Verminderter Konsum von Softdrinks. Diese können in hohem Maße zur Entstehung von Karies und Säure-Erosionen beitragen
- Der größte Anteil der Hauptmahlzeiten soll aus gegarter Stärke, wie Getreideprodukten (Brot), Reis, Nudeln, Kartoffeln und Mais, bestehen
- Fünfmal täglich "eine "Handvoll" Obst oder Gemüse, wobei eine Portion durch Obst- oder Gemüsesaft ersetzt werden kann
- Sich für eine Ernährungsweise einsetzen, die Mundkrebs verhindert: Übermäßiger Alkoholkonsum (besonders "harte Sachen") und (ernährungsunabhängig) Nikotin sollten vermieden werden
- Zwei bis drei Portionen Milch oder deren Produkte täglich
- Ein- bis zweimal wöchentlich Seefisch
- Zwei- bis dreimal wöchentlich Fleisch, zwei bis dreimal Wurst, bis zu drei Eier
- Täglich maximal 40g Streich- und Koch-Fett
- Selten zucker-, stärke- und fetthaltige Produkte, wie gesüßte Milchprodukte, Süßigkeiten; salzige Genussmittel, wie Kartoffelchips, Cracker, Flakes, Erdnuss-Flips und Ähnliches. Der Konsum von gesüßten Nahrungsmitteln/Getränken soll auf viermal täglich beschränkt werden. Freie (hinzugefügte) Zucker ("Leckereien") bleiben dabei unter einem 10 %-Anteil an der Gesamtaufnahme
- sparsam salzen. Immer fluoridiertes Jodsalz zum Kochen und Salzen verwenden
Weiter hat die WHO 2003 folgende Ernährungsempfehlung zur Vorbeugung vor chronischen Erkrankungen herausgegebnen:
Gesamtfett: 15 - 30 % der Energieaufnahme
gesättigtes Fett: unter 10 % der Energieaufnahme
Kohlenhydrate: 45 - 55 % der Energieaufnahme
Freie Zucker: unter 10 % der Energieaufnahme
Eiweiß: 10 - 15 % der Energieaufnahme
Cholesterin: unter 300 mg/Tag
Speisesalz: unter 5 g/Tag
Obst und Gemüse: über 400 g/Tag
Stärkefrei Polysaccharide: über 20 g/Tag in Form von Obst/Gemüse
Ballaststoffe: mindestens 35 g/Tag; vor allem durch den Konsum von Vollkornprodukten Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt, zur Unterstützung der Darmgesundheit täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu verzehren. Nahrungsmittel Ballaststoffgehalt:
1 Scheibe Vollkornbrot (50g) 8,1g 1 Portion Müsli mit Nüssen (50g) 6,6g 1 EL Leinsamen (10g) 3,9g 1 mittelgroße Salzkartoffel (100g) 1,2g 1 Portion Vollkornreis (50g) 1,1g 1 Portion Feldsalat (50g) 0,75g 1 mittelgroße Karotte (100g) 3,6g 1 Apfel mit Schale (125g) 2,5g 1 Portion Erdbeeren (250g) 5,0g 10 Haselnusskerne (10g) 0,8g Quelle: Heseker, B. u. H. (1999): Nährstoffe in Lebensmitteln, Frankfurt
http://www.netzwerk-gesunde-ernaehrung.de/ , http://www.was-wir-essen.de/
Functional Food, Malnutrition
Zahngesunde Ernährung - die 10 häufigsten Irrtümer
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Rotwein kann Komposit-Ästhetik gravierend beeinflussen
Beitrag | Orale Mundspüllösungen haben nur einen geringen Einfluss auf die farbliche Veränderung der Kompositklassen, so Dr. Frank Falkensammer et. al., Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Graz, auf dem Österreichischen Zahnärztetag aufgrund colorimetrischer Analysen. Dem gegenüber, so Falkensammer in Graz, steht die Einwirkung von Getränkelösungen, vor allem Rotweine führen zu gravierenden Veränderungen. Bezogen auf die Kompositmaterialklassen erscheinen selbstadhäsive Befestigungszemente auf Lösungseinflüsse stärker zu reagieren als Füllungs- und Befestigungskomposite. Die Verwendung von Kompositmaterialien in der restaurativen Zahnheilkunde hat gleichzeitig mit den Erfolgen der Vollkeramiktechnologie in den vergangenen Jahren immer mehr an Stellenwert gewonnen. Die daraus resultierende Überschwemmung des Dentalmarkts mit Kompositmaterialien für die unterschiedlichen Einsatzgebiete in der Zahnheilkunde fordere aber, so Falkensammer in Graz, eine verstärkte klinische Evaluation dieser Materialien. Die In-vitro-Studie an der Grazer Klinik befasst sich mit der Farbveränderung aktueller Komposite unter dem Einfluss von Lösungsmedien, denen das Kompositmaterial im Mund des Patienten ausgesetzt ist. Als Studienmaterial dienten unterschiedliche Kompositmaterialklassen, wobei die Zuteilung in drei Gruppen nach den jeweiligen Anwendungsgebieten getroffen wurde: - Füllungskomposite (Tetric-Evo-Ceram, Gradia direct anterior) - Befestigungskomposit (Variolink2, Multilink) - selbstadhäsive Befestigungszemente (RelyX-Unicem, Maxcem). Als Lösungsmedien wurden einerseits medizinische Spüllösungen – Chlorhexamed (0,1 Prozent), Meridol und Tebodont – sowie Getränkelösungen – Rotwein (Chianti) und Schwarztee (Ceylon-Assam) einbezogen. Als Kontrolllösung fungierte eine isotone Kochsalzlösung. Die Primärmessung erfolgte direkt nach der Herstellung der definierten Kompositblöcke. Anschließend wurden diese Studienblöcke in die genannten Lösungen eingelagert und nach einer Verweildauer von 30 Tagen zur Referenzmessung herangezogen. Es erfolgte eine Auswertung nach dem bewährten LAB-System, wobei, aufgeteilt nach den drei Werten L (Helligkeit), A (rot-grün) und B (blau-gelb), folgende statistische Signifikanzen resultierten: - L: Rotwein verdunkelt alle Kompositklassen stark, Schwarztee verdunkelt nur Variolink2. Die oralen Spüllösungen führen zu keinen signifikanten Veränderungen. - A: Rotwein steigert den Rotwert von RelyX-Unicem und Multilink sehr stark. Als einzige Spüllösung führt Chlorhexamed zu leicht gesteigerten Rotwerten an RelyX-Unicem, Multilink und Tetric-Evo-Ceram. - B: Rotwein verstärkt den Gelbwert von RelyX-Unicem, Multilink und Tetric-Evo-Ceram. Schwarztee führt zu etwas geringeren Veränderungen an RelyX-Unicem und Variolink2. Die oralen Spüllösungen nehmen wiederum keinen signifikanten Einfluss. Vergleichsstudien, so Falkensammer, würden die Ergebnisse erhärten, wobei aber insgesamt ein weiterer Forschungsbedarf bestehe. |
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Quelle: Die Zahnarztwoche 41/07
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Broschüre: Vom richtigen Umgang mit Antibiotika
Die Broschüre „Vom richtigen Umgang mit Antibiotika“ gibt Patienten hilfreiche Tipps zum richtigen Verständnis und zur Wirkung der wertvollen Bakterienkiller. Sie erläutert unter anderem die Themen Antibiotika-Resistenz, Nebenwirkungen sowie richtige Aufbewahrung und Entsorgung von Antibiotika. Ohne Zweifel zählen Antibiotika zu den wichtigsten medizinischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts. Gerade einmal 100 Jahre ist es her, da schien die Menschheit den Kampf gegen Krankheit erregende Bakterien ein für alle Mal für sich entschieden zu haben. Die großen Seuchen verloren ihren Schrecken, die durchschnittliche Lebenserwartung steigt seither scheinbar unaufhaltsam. Doch so leicht geben die Bakterien nicht auf. Sie entwickeln ständig neue Strategien, mit denen sie Antibiotika unschädlich machen und so ihr Überleben sichern können. Immer öfter müssen Ärzte deshalb heute feststellen, dass die früher so erfolgreichen Medikamente nicht mehr so wirksam sind, wie man sich das eigentlich wünschen würde.
Dass der Kampf gegen das Reich der Mikroben trotz der Entwicklung immer neuer Antibiotika zunehmend schwieriger wird, haben wir uns aber zum großen Teil auch selbst zuzuschreiben. „Antibiotika werden bei zu vielen Menschen angewendet – zur Behandlung der falschen Infektion, in der falschen Dosierung und für eine falsche Behandlungsdauer“, kritisiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wie man als Patient richtig mit Antibiotika umgehen sollte, damit die Bakterien nicht doch noch die Oberhand gewinnen, dies beschreibt die neue, vom Deutschen Grünen Kreuz e V. mit Unterstützung namhafter Wissenschaftler herausgegebene Infobroschüre in leicht verständlicher Form. So findet man darin Antworten auf Fragen wie: Was sind Antibiotika überhaupt, gegen welche Mikroben nützen sie etwas, wie lange muss man sie einnehmen, damit sie auch tatsächlich ihre Wirkung entfalten?
Die Broschüre erhalten Sie gegen Zusendung eines mit € 1,45 frankierten DIN-A5-Rückumschlages an:
Deutsches Grünes Kreuz e.V. Stichwort: Antibiotika Schuhmarkt 4 35037 Marburg[ ©: PM Deutschen Grünen Kreuz e.V. ; http://www.dgk.de/ ]
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