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Aktualisierte MDK-Studie: Prothetische Versorgung im Ausland rechnet sich für Patienten oft nicht
vom 15.09.2008

Immerhin 45 Prozent der im Ausland vorgenommenen prothetischen Versorgungen sind nach deutschen Gesetzen und Richtlinien mangelhaft. Dies belegt eine Studie des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Institut für medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universität Mainz für den Zeitraum 2006 bis 2007, wie der MDK in einer Presseinformation am 15.9.2008 berichtete.

Die aktuelle Studie schreibt eine 2004 publizierte Untersuchung zu Ergebnisqualität und Kosteneffektivität zahnärztlich-prothetischer Versorgungen im Ausland fort. Sie war zu dem Ergebnis gekommen, dass lediglich 23 Prozent von 60 begutachteten Patienten einen zufrieden stellenden Zahnersatz erhalten hatten. In vielen Fällen hatte sich der von den Patienten erwartete Kostenvorteil, für den sie sich zur Behandlung ins Ausland begeben hatten, im Nachhinein als Kostennachteil erwiesen.

Die Autorin Dr. Christine Baulig, Koordinatorin des Fachgebiets Zahnmedizin vom MDK Rheinland-Pfalz, beanstandet in ihrem aktuellen Beitrag in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift (DZZ), dass nur in 51 Prozent der Fälle ein deutscher Heil- und Kostenplan vor der Behandlung im Ausland erstellt wurde. Auch lag in keinem der begutachteten Fälle eine Konformitätserklärung des zahntechnischen Labors vor, die Informationen über die verwendeten Materialien, deren chemische Zusammensetzung und den Herkunftsort des Zahnersatzes gibt sowie eine zweijährige Gewährleistungspflicht dokumentiert.

Qualitativ entsprach der im Ausland hergestellte Zahnersatz lediglich in zwei Drittel der Fälle den in Deutschland festgelegten Richtlinien. Aus den vorliegenden Rechnungen konnte nur in den wenigsten Fällen die Art der prothetischen Versorgung nachvollzogen werden. Vorbehandlungen wie das Entfernen nicht erhaltungswürdiger Zähne, notwendige Wurzelkanalbehandlungen oder Parodontitis-Therapien schienen eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Völlig unklar sei derzeit, wie der MDK in der Pressemitteilung kommentiert, wer die Mängel an dem im Ausland angefertigten Zahnersatz beheben und für die dabei entstehenden Kosten aufkommen solle. Deutsche Zahnärzte könnten eine Nachbesserung von Mängeln an "ausländischem Zahnersatz" ablehnen, so lange es sich nicht um Notfallsituationen handele. Auch die Gesetzliche Krankenversicherung sei nicht prinzipiell verpflichtet, Mängelkorrekturen zu bezahlen. Letztendlich trage also der Versicherte das Risiko der Zahnersatzversorgung im Ausland selbst, so der MDK.

(Quelle: KZV BW, 15.09.2008)

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Elektrozahnbürste besser als Handzahnbürste mit oder ohne Zahnseide


Weniger gingivale Blutungen

AMSTERDAM (MedCon) In einer niederländischen Studie hielt eine oszillierende, rotierende, pulsierende Elektrozahnbürste über neun Monate die Plaque auf einem niedrigeren Niveau als eine Handzahnbürste, unabhängig davon, ob zusätzlich zum Gebrauch Letzterer Zahnseide zum Einsatz kam. Dabei erwiesen sich alle Methoden als sicher für die oralen Gewebe.

Die Elektrozahnbürste zeigte signifikante Vorteile bei der Prävention gingivaler Blutungen gegenüber dem alleinigen manuellen Putzen, unterstreicht das Team um Dr. Nanning A.M. Rosema vom Academic Center for Dentistry Amsterdam.

Bei der randomisierten Studie mit drei parallelen Gruppen waren die Untersucher verblindet. Insgesamt schlossen die Forscher 122 gesunde Teilnehmer über 18 Jahre mit mindestens fünf Zähnen pro Quadrant und ohne Zahnfleischtaschen mit einer Tiefe von mehr als fünf Millimetern in ihre Untersuchung ein.

In einem Zeitraum von drei Wochen vor Beginn des Experiments begannen die Studienteilnehmer zu Hause mit einer ausgiebigeren Mundhygiene inklusive Spülungen, um die gingivale Gesundheit zu verbessern. Für das Putzen mit der Handzahnbürste erhielten die Probanden eine professionelle Anleitung.

Zu Beginn des Experiments wurden die Probanden in eine von drei Gruppen eingeteilt: zweimal täglich Putzen mit der Handzahnbürste ohne oder mit Gebrauch von Zahnseide oder Putzen mit der Elektrozahnbürste. Auch hierzu wurden alle Teilnehmer professionell angeleitet und erhielten eine Prophylaxe; zwei Wochen später gab es eine Auffrischung in Sachen Mundhygiene.

Die Wissenschaftler beurteilten in der präexperimentellen Phase, zu Beginn des Experiments nach zehn Wochen und sechs sowie neun Monate später gingivale Blutungen, Plaque, Verfärbungen und gingivale Abrasion.

Wie sie in der August-Ausgabe des Journal of Periodontology schildern, fanden sie von der präexperimentellen Phase bis zum Beginn des Experiments eine signifikante Reduktion von Plaque und Gingivitis.

"Nach zehn Wochen sowie sechs und neun Monaten war der Grad der Plaque mit der Elektrozahnbürste gegenüber den beiden anderen Regimen statistisch signifikant niedriger (P < 0,002)", streichen die Autoren heraus.

Zudem sei das Niveau der Blutungen in der Gruppe mit Elektrozahnbürste nach zehn Wochen sowie sechs Monaten gegenüber dem alleinigen Putzen mit der Handzahnbürste statistisch signifikant niedriger gewesen (P < 0,024).

Quelle: Journal of Periodontology 2008;.79 (8): 1386-94

 
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