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Achtung Taucher: Zahnfüllungen gefährlicher als Haie

Anders als ein Mensch, kann ein Hai seine Zähne immer wieder erneuern. Das Maul gleicht einem Munitionslager. Ist ein Zahn abgenutzt, fällt er aus, und von hinten rotiert Ersatz nach vorn. Selbst der beste Taucher kann hier leider nicht mithalten. Wenn der Mensch nach nur einem Zahnwechsel seine 32 Zähne bekommen hat, muss er sie schützen und pflegen um sie dauerhaft zu erhalten. Besonders bei Tauchern kann der Wasserdruck bei vorgeschädigten Zähnen jedoch schnell zum Problem werden. Vor Urlaubsreisen sollte - ob Taucher oder nicht - ein Besuch beim Zahnarzt zu den Vorbereitungen der Reise gehören. Schmerzende Zähne können unter Wasser oder am Strand schnell die Urlaubsfreude trüben.
Sporttauchen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In vielen Urlaubsorten werden Schnupperstunden, Anfänger-Kurse und Schnorcheln angeboten um die Unterwasserwelt zu erkunden. Ein Tauch-Attest, das die gesundheitlichen Voraussetzungen prüft, ist bei vielen Tauchschulen vorgeschrieben. Die wenigsten Abenteuerlustigen machen sich Gedanken über weitere mögliche, schmerzhafte Folgen des Wasserdrucks.
Undichte Zahnfüllungen oder kleine nicht behandelte Löcher in den Zähnen können beim Tauchen höllisches bewirken. Der erhöhte Druck unter Wasser führt dazu, dass sich in den Hohlräumen eingeschlossene Luft beim Auftauchen ausdehnt und Füllungen oder ganze Zahnteile regelrecht "abgesprengt" werden können. Bereits in einer Tiefe von nur 10 Metern ist der Druck bereits doppelt so hoch wie an der Oberfläche.
Defekte Zähne können daher auch beim Schwimmen und Schnorcheln schnell unangenehme Folgen haben. Neben der klassischen Tauchuntersuchung sollte ein kurzer Besuch beim Zahnarzt zu jeder Reisevorbereitung zählen, wenn die Unterwasserwelt gefahrlos und vor allem ohne schmerzhafte Folgen erkundet werden soll:

1. Füllungen

Um Hohlräume zu vermeiden müssen Füllungen intakt und dicht sein, so dass sich keine Lufteinschlüsse bilden können. Auch im Sinne der Zahnerhaltung und zur Vorbeugung von Wurzelentzündungen sind solche defekten Füllungen zu erneuern.

2. Zahnfleisch

Unbehandelte Zahnfleischentzündungen können ausstrahlen und zu einer Bakterienbelastung des ganzen Körpers führen. Lockere Zähne, die meist auch noch druckschmerzhaft sind können beim Mundstück des Lungenautomaten oder beim Schnorchel zu Problemen führen. Aber auch ohne den Tauchgang kann ein ausgefallener Zahn die Urlaubsfreude trüben.

3. Röntgenübersichtsaufnahme beider Kiefer

Diese Aufnahme lässt Schwachpunkte erkennen. So können entzündete Wurzelspitzen, die nahe an den Kieferhöhlen liegen, zu einer Entzündung der Kieferhöhle und damit zum Ende des Tauchurlaubs führen. Diese Entzündungen können unter Erhalt des Zahnes zumeist operativ entfernt werden. Tote Zähne, die nicht wurzelbehandelt sind, können bei Druckschwankungen einem Barotrauma unterliegen und extreme Schmerzen verursachen. Selbst ein Klimawechsel allein kann zu akuten Abszessen führen und die schönste Zeit im Jahr total vermasseln.

4. Abnehmbarer Zahnersatz

Damit die Prothese beim Tauchen nicht auf einmal quer im Halse hängt, sollte der Sitz des herausnehmbaren Zahnersatzes regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert werden.

  [ ©: gekürzte PM des Verein Prodente]

 
Basics:  Barodontalgie   im Zahnlexikon-Online





Smoothies - gesund, aber mit Vorbehalten

Auch in Deutschland greifen immer mehr Verbraucher zu Smoothies. Für jene, die aus verschiedenen Gründen selten Obst essen, leisten die sämigen Zubereitungen aus der Flasche einen Beitrag zur gesunden Ernährung. Für alle anderen sind die ursprünglichen Gemüse und Früchte vorteilhafter.

Smoothies sind konzentrierte, aus Obst und Gemüse hergestellte Produkte mit Mark, Püree und Fruchtstückchen. Sie enthalten mehr Wirkstoffe als Säfte, aber weniger Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe als Obst und Gemüse selbst, berichtet Privatdozent Bernhard Watzl vom Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung in Karlsruhe (Ernährungsumschau 6, 2008, 352).
Inwieweit sie einen Beitrag zu gesunder Ernährung leisten, hänge von der Herstellung ab. Bilden Saft und Konzentrat die Grundlage, bleiben viele sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe im Pressrückstand. Günstiger sind dagegen Produkte aus dem kompletten Obst, also möglichst mit Schalen, da viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Polyphenole fast nur in den Randschichten liegen. Wichtig ist nach Aussage Watzls auch eine Zubereitung aus möglichst vielen Fruchtsorten, damit ein breites Spektrum an Nährstoffen abgedeckt ist.
Einige Hersteller werben, 100 ml Smoothie stellten die Hälfte der täglichen Obst- und Gemüseration. Dabei beziehen sie sich auf die WHO, die 400 g pro Tag empfiehlt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung jedoch rät zu 650 g täglich. 100 ml eines aus Saft und Konzentrat hergestellten Smoothies, so Watzl, könnten nur eine der täglich fünf Portionen ersetzen. 200 bis 250 ml mit einem hohen Anteil an Mark, Püree und Fruchtstücken könnten bis zu zwei Portionen abdecken.

  [ © Ärztezeitung]




Arznei-Rückstände im Trinkwasser - Experten sehen wachsendes Problem

Das Trinkwasser in Deutschland gilt als besonders sauber - und doch finden sich Arzneimittelrückstände. Zehn Wirkstoffe seien mehrfach nachgewiesen worden, berichtet Hermann Dieter, Toxikologe vom Umweltbundesamt.
Darunter seien der Blutfettsenker Bezafibrat, das Antirheumatikum Diclofenac, Röntgenkontrastmittel und das Antischmerzmittel Ibuprofen, sagt Dieter. Bei anderen gebe es einen oder einige wenige Befunde. Wie viele der 3.000 zugelassenen Wirkstoffe im Trinkwasser vorkommen, könne nicht angegeben werden. Der Toxikologe rechnet damit, dass verbesserte Analysemethoden künftig Rückstände weiterer Arzneien zutage fördern.

"Die nachgewiesenen Mittel im Trinkwasser sind zwischen 100 und eine Million Mal niedriger als die verschriebene Tagesdosis", erklärt Dieter. Das bedeute aber nicht, dass sie unbedenklich seien: "Eine Quantifizierung des Risikos auf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage ist noch nicht möglich. Ich sehe hier unbedingt mehr Forschungsbedarf."

Vor allem sei die Wirkung unklar, die sich ergeben könne, wenn Verbraucher viele Jahre lang mehrere Wirkstoffe gleichzeitig in geringen Konzentrationen über das Trinkwasser zu sich nähmen.
Die Rückstände gelangten vor allem durch die menschlichen Ausscheidungen ins Abwasser. Kläranlagen filterten sie in den geringen Konzentrationen nicht ausreichend. Ein Problem ist aber dem Bundesumweltamt zufolge auch, dass unwissende oder bequeme Verbraucher nicht eingenommene oder abgelaufene Medikamente einfach in der Toilette entsorgen. jr/dpa;

 [ ©:  zm-Online ]

 Basics:  Ernährungsempfehlungen  im Zahnlexikon-Online


Tattoos und Piercings können krank machen - Kampagne warnt vor riskanter Körperkunst

Tätowierungen und Piercings können gesundheitsschädlich sein. Darauf weisen die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung im Rahmen ihrer Präventionskampagne Haut hin. Ein Tattoo auf dem Steißbein oder ein Bauchnabelpiercing mögen für manchen zwar schön aussehen, können die Haut und den Körper jedoch krank machen. Experten zufolge führen bis zu 30 Prozent der Piercings und Tattoos zu Komplikationen. Betroffene haben insbesondere mit allergischen Reaktionen, schmerzhaften Entzündungen oder lang anhaltenden Infektionen zu kämpfen.

"Bei Tätowierungen können die in den Farben enthaltenen Azo-Farbstoffe Auslöser für Erkrankungen sein." sagt der Dermatologe Dr. Bernhard Egger vom AOK Bundesverband. Beim Tätowieren werden Farbmittel mit Hilfe von Nadelstichen in die Haut eingestanzt. Damit die Färbung dauerhaft ist, werden die Farbpigmente in die mittlere Hautschicht eingebracht. Welche Folgen dies im gesamten Körper hat, ist jedoch noch weitgehend unbekannt. Aber auch ein Piercing kann zur Gefahr für die Haut werden. Denn häufig enthält der Schmuck Nickel, das bei Hautkontakt Allergien auslösen kann. Seit drei Jahren gelten in der Europäischen Union zwar Höchstgrenzen für Nickel, doch reicht es häufig schon aus, wenn lediglich die Oberflächenbeschichtung nickelfrei ist, um eine Kennzeichnung zu umgehen.

Anzeichen für eine Nickelallergie sind Rötungen, Jucken und Bläschenbildung. In diesem Fall sollte der Schmuck sofort entfernt werden. Studien zufolge leidet jeder zehnte Deutsche unter einer Nickelallergie. Häufig tritt bei Piercings jedoch auch eine Entzündung ein. "Gerade Piercings im Bereich von Nase und Mund haben ein deutliches Infektionsrisiko. Wer auf den Körperschmuck nicht verzichten will, muss auf sehr sorgfältige Hygiene achten", sagt Dr. Egger. So sollte der Piercing-Schmuck während der Heilphase nach dem Stechen nur mit desinfizierten Fingern berührt oder gedreht werden. Auch Schwimmbäder, Solarien und Saunen sollten in dieser Zeit besser gemieden werden, rät der Experte der Präventionskampagne Haut.

In den Studios auf Hygiene achten

Das Risiko von Infektionen mit Keimen und Viren lässt sich auch durch strenge Hygienemaßnahmen in den Piercing- und Tattoo-Studios vermindern. So sollte der Behandlungsraum von den anderen Räumen abgetrennt und sauber sein. Die Piercer oder Tätowierer sollten ausführlich über Pflege, mögliche Risiken und Spätfolgen aufklären. Handschuhe und steril verpackte Einmalmaterialien bei Spritzen und Schmuck schützen vor einer möglichen Infektion. Ein verantwortungsbewusstes Studio zeichnet sich zudem dadurch aus, dass entsprechend der EU-Regelung kein Piercingschmuck verkauft wird, der den zulässigen Nickel-Höchstwert überschreitet.

Tätowierungen: Verordnung geplant

Im Gegensatz zu Kosmetika gibt es für die meisten Tätowierfarben keine gesetzlichen Vorschriften. Oft, so haben Forscher der Universität Regensburg herausgefunden, werden die gleichen Farben für industrielle Zwecke wie etwa Autolackierungen eingesetzt. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat aus diesem Grund eine Verordnung zu Tätowiermitteln erarbeitet, die noch in diesem Jahr in Kraft treten soll. Darin werden unter anderem gesundheitliche Anforderungen an die Tätowierfarben und Kennzeichnungspflichten für Hersteller vorgeschrieben. Zudem sieht die neue Verordnung ein Verbot für Tätowiermittel vor, die als Krebs erzeugend, Erbgut verändernd oder fortpflanzungsgefährdend gelten.

Die Präventionskampagne Haut

Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto "Deine Haut. Die wichtigsten 2m2 Deines Lebens." dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: "Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!"

Weitere Informationen zur Präventionskampagne:
www.2m2-haut.de

 [ ©: E-Mail: presse@dguv.de  ]

 Basics:
Piercing im Zahnlexikon-Online

 
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