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Viele Ältere vernachlässigen Zahngesundheit

Mit zunehmendem Alter sinkt die Häufigkeit der Zahnarztbesuche: Während fast 80 Prozent der 65- bis 74-jährigen Prothesenträger mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, tun dies nur noch knapp zwei Drittel der 75- bis 84-jährigen. Darauf weist das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) mit Blick auf eine aktuelle Studie hin.

Weit über 90 Prozent der 65- bis 74-Jährigen tragen ZE, nur fünf Prozent sind nicht prothetisch versorgt, und nur einer von 100 dieser Altersgruppe hat gesunde eigene Zähne. Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Studie des Statistischen Bundesamtes mit dem Deutschen Zentrum für Altersfragen und dem Robert Koch-Institut.
Weniger als zwei Drittel der 75- bis 84-Jährigen suchen danach einmal im Jahr den Zahnarzt auf, bei 35 Prozent vergehen bisweilen mehrere Jahre zwischen zwei Recalls.

Dabei kommen auch Probleme im Zusammenhang mit den Prothesen ans Licht, berichtet das KpZ. Häufig genannt würden Schmerzen und Schwierigkeiten beim Essen bestimmter Nahrungsmittel.
"Im Laufe der Zeit kann sich der Kieferknochen bei Prothesenträgern verändern und zurückbilden, was zu Druckstellen und Entzündungen führen kann", sagt Prof. Hans-Christoph Lauer, wissenschaftlicher Leiter des KpZ.
Regelmäßige Prothesenkontrollen und bei Bedarf Anpassungen seien wichtig, damit die Dritten optimal sitzen. Die Befestigung von Brücken, Voll- oder Teilprothesen auf Implantaten sei zum Beispiel eine gängige Methode für mehr Tragekomfort bei Zahnersatz.
Schlimm werde es, wenn Druckstellen und Entzündungen im Mundbereich nicht zeitig erkannt werden, weil sie sich auf den ganzen Organismus auswirkten und auch Organe wie Herz und Lunge in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Neben der eingeschränkten Mobilität sei bei vielen Senioren auch die finanzielle Situation entscheidend, weshalb sie schlecht sitzende Prothesen nicht ersetzen lassen. Das Kuratorium perfekter Zahnersatz weist auf die Festzuschüsse zum Zahnersatz hin.

Nähere Informationen gibt die kostenlose Broschüre "Zahnersatz aktuell - Versorgungen im Vergleich". Einfach einen mit 1,45 Euro frankierten DIN-A5-Rückumschlag an: Kuratorium perfekter Zahnersatz e. V., Gerbermühlstraße 9, 60594 Frankfurt am Main.

  [ © zm-online / ck/pm ]

 Basics:  Mundgesundheitim Zahnlexikon-Online




Zahnschmerzen beim Tauchen


Bunte Fische, Korallen und aufregende Unterwasserlandschaften: Immer mehr Touristen wollen sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen, buchen einen Tauchurlaub oder machen einen Schnupperkurs. Bevor es losgeht, ist meist eine Tauchtauglichkeitsprüfung beim Facharzt erforderlich. Er überprüft unter anderem die Herz- und Lungenfunktion und stellt bei Unbedenklichkeit ein tauchärztliches Attest aus. Dieses muss weltweit in allen seriösen Tauchschulen vorgelegt und regelmäßig erneuert werden. Was von vielen Patienten aber vergessen wird, sind die Zähne. Auch sie sollten untersucht werden, denn Tauchen kann Zahnschmerzen verursachen.

Luft sammelt sich in Hohlräumen
Beim Auftauchen können Druckverletzungen, auch Barotrauma genannt, dort entstehen, wo es einen mehr oder weniger luftdichten Hohlraum gibt. Im Kieferbereich sind diese versteckten Löcher oft nur auf einer Röntgenaufnahme zu erkennen. Luft kann an Füllungsrändern entstehen, sich unter Füllungen oder nach Wurzelbehandlungen ansammeln. Gerade beim Auftauchen will sich diese Luft ausdehnen und muss irgendwohin. Das kann natürlich zu massiven Problemen führen.

Probleme mit Provisorien und Zahnersatz
Die Folge sind Zahnschmerzen, denn die sich ausdehnende Luft drückt auf den Nerv. Der Druckunterschied kann auch ganze Zahnteile absprengen. Provisorien mit undichten Randschlüssen können beim Tauchen ebenfalls zum schmerzhaften Problem werden. Bei abnehmbarem Zahnersatz sollte vor einem Tauchurlaub überprüft werden, ob er noch richtig sitzt.

Ein weiteres Zahnproblem kann den Tauchurlaub verderben: Bedingt durch den Wechsel von hohen Temperaturen an der Luft und niedrigen Temperaturen im Wasser können Entzündungen an behandelten Zahnwurzeln wieder aufflammen.

Um Schmerzen zu vermeiden, sollten Patienten rechtzeitig vor Reisebeginn einen Zahnarztbesuch einplanen und den Zahnarzt über ihre Tauchpläne informieren.

Quelle: Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin, 15.07.2009
 

 
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