FDI spricht sich derzeit gegen ein Verbot des Quecksilbereinsatzes aus - da keine echten und für alle verfügbaren Alternativen in der Zahnmedizin auf dem Markt In einer Präsentation mit dem Titel „Werkstoffe für Dentalrestaurationen aus der Sicht der Zahnmedizin“ haben sich der Präsident des Weltverbands der Zahnärzte (FDI), Dr. Roberto Vianna, und Exekutivdirektor Dr. David Alexander im November 2009 in Genf gegen ein Verbot oder einen weitgehenden Verzicht des Einsatzes von Quecksilber in der Zahnmedizin ausgesprochen, bevor es nicht echte und für alle verfügbare Alternativen zu Dentalamalgam gibt.
Diese auf der WHO-UNEP-Konferenz über den zukünftigen Einsatz von Werkstoffen zur Zahnrestauration vorgestellte FDI-Position beruhe auf mehreren FDI-Stellungnahmen und wurde gemeinsam unter der Federführung des Wissenschaftskomitees erarbeitet, heißt es im Dezember-Bericht der FDI.
Vianna und Alexander präsentierten damit eine gemeinsame Grundsatzposition der Zahnmedizin auf Basis der Amalgamresolution, die auf der Generalversammlung des FDI-Jahresweltkongresses 2009 in Singapur verabschiedet wurde. Fachleute aus aller Welt waren zu der Konferenz eingeladen worden, um die vorhandene wissenschaftliche Faktenlage über den Einsatz von Restaurationsmaterialien einschließlich Dentalamalgam sowie die Folgen der Verwendung von Amalgam-Alternativwerkstoffen für Zahnrestaurationen zu beurteilen.
Die FDI habe als Mitglied der UNEP Global Mercury Partnership die Entwicklungen in Richtung einer globalen Regulierung für die Quecksilberverwendung aufmerksam verfolgt. Im Anschluss an den FDI-Jahresweltkongress in Singapur hatte das Wissenschaftskomitee die Einsetzung eines Task Teams empfohlen, damit die Interessen der internationalen Dentalgemeinschaft und alle mit Dentalamalgam verbundenen Fragen in den UNEP-Diskussionen umfassend berücksichtigt werden. Zu diesem Task Team gehören Dr. Eduardo Ceccotti (CMSC), Dr. Peter Cooney (WDDHPC), Dr. Stuart Johnston (DPC), Dr. Derek Jones (SciC), Prof. Masaki Kambara (Rat), Dr. Orlando Monteiro da Silva (Exekutivkomitee), Dr. Sarkis Sozkes (EduC) und Dr. Martin Tyas (Experte). Dr. Johnston war während der WHO-UNEP-Beratungen in der FDI-Hauptverwaltung und dort federführend an der Ausarbeitung einer FDI-Grundsatzposition beteiligt.
Diese letzte WHO-UNEP-Konferenz sei Teil einer zweistufigen Initiative, um für zukünftige, auf zwischenstaatlicher Ebene geplante Diskussionen zu diesem Thema zu informieren, so die FDI. Zu den weiteren Teilnehmern zählten Professor David Williams, Präsident der International Association for Dental Research (IADR), Dr. Daniel Meyer, Senior Vice-President Science/Professional Affairs bei der American Dental Association (ADA), und Dr. Benoit Soucy, Director of Clinical and Scientific Affairs bei der Canadian Dental Association (CDA).
Weitere Informationen über die UNEP Global Mercury Partnership und die offizielle FDI-Grundsatzposition im Anschluss an die WHO-UNEP-Konferenz in Genf auf der FDI-Website (www.fdiworldental.org) [ ©: DZW ]
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